Übungen zum Ruhigwerden: Atmen, Posen, Gefühle
Nach der Schule, vor dem Schlafengehen oder mitten in einem Wutanfall: Es gibt Momente, in denen gar nichts mehr geht. Kinder mit ADHS erleben Gefühle oft besonders stark und brauchen länger, um wieder runterzukommen. Mit Worten allein klappt das selten.
Die 4 Übungen in diesem Bereich geben dem Körper etwas zu tun, das ruhig macht: eine Form langsam nachfahren und dabei im Takt atmen, eine Pose fünf Atemzüge lang halten oder Gefühle ohne Worte vorspielen und raten. Sie passen für Kinder ab 4 Jahren und dauern 2 bis 6 Minuten.
Die meisten brauchen nur Papier und Stift oder etwas Platz. Übt die Atemübungen in ruhigen Momenten, dann klappen sie später auch, wenn es stürmisch wird. Als feste Routine passen sie gut vor die Hausaufgaben oder ans Ende des Tages.
Hier werden die Übungen nicht schwerer, sondern langsamer. Sie ersetzen keine Beratung und keine Therapie. Wenn Wutanfälle oder starke Gefühle euren Alltag sehr belasten, sprich mit eurer Kinderarztpraxis.
Die Übungen
Häufige Fragen
Wann passen die Ruheübungen am besten?
In ruhigen Momenten und als feste Routine, zum Beispiel vor den Hausaufgaben oder vor dem Schlafengehen. Mitten im Wutanfall braucht es meist erst einmal Nähe und Zeit.
Ab welchem Alter?
Ab 4 Jahren. Jüngere Kinder machen oft gern mit, wenn ihr die Übung gemeinsam und als Spiel macht.